24.01.2012

Deutscher Marketingpreis 2011

Premium mit Energy hoch drei

Dirk U. Hindrichs
Dirk U. Hindrichs
Schüco als weltweit erfolgreicher Premiumanbieter von grüner Technologie rund um die Gebäudehülle ist nicht nur im Solarmarkt erfolgreich unterwegs. Für seine Marketingstrategie unter dem Leitbild Energy3 „Energie sparen, gewinnen und vernetzen“ gewinnt Schüco den Deutschen Marketingpreis 2011.

Von Bettina Dornberg

„Zutiefst beeindruckt“ ist Juryvorsitzender und Präsident des Deutschen Marketing-Verbandes Karl Georg Musiol, „wie Schüco als technikgetriebenes Unternehmen sämtliche Prozesse konsequent auf seinen Markt, die Partner und Kunden ausgerichtet hat“. Marketing sei im Kern der Unternehmensstrategie verankert und steuere die Entwicklung von innovativen Produktlösungen für eine saubere Umwelt. Schüco setze aus gesellschaftlicher Verantwortung heraus seine Technologieführerschaft um in nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.
Mit Dirk U. Hindrichs hat die Schüco International KG nicht nur einen Geschäftsführer und Gesellschafter, der persönlich haftet, sondern einen Unternehmensstrategen, der „durch die Marke“ denkt. Schüco habe früher als andere die Marke mit dem Thema Energie aufgeladen und als Spezialist für Fenstertechnologie die Fassade als Energieträger hinzugenommen. Denn Gebäude sind für mehr als 40 Prozent des Weltenergieverbrauchs verantwortlich und damit auch für einen Großteil des CO2-Ausstoßes. Das Zuviel an Kohlendioxid, das Zuviel an Treibhausgas, das für den Treibhauseffekt und damit für die Erderwärmung verantwortlich ist, will – vielmehr muss – man weltweit reduzieren. Darauf haben sich zumindest rund hundert Unterzeichnerstaaten der UNO-Klimarahmenkonvention geeinigt, um das angestrebte Zwei-Grad-Klimaziel überhaupt noch erreichen zu können. Was liegt also näher für den Marktführer für effiziente Gebäudehüllen, als sich ganz im Sinne seines Claims der „Grünen Technologie für den Blauen Planeten – Saubere Energie aus Solar und Fenstern“ zu verschreiben?

Nach Angaben der UNO wächst die Weltbevölkerung von heute sieben Milliarden auf acht Milliarden bis zum Jahr 2025 und auf über neun Milliarden Menschen bis 2050. Gleichzeitig belegen Experten in einer Studie des Weltenergierates WEC, dass sich der Weltenergiebedarf im Vergleichszeitraum verdoppelt. Auch diese Tatsache veranlasste Schüco dazu, sich bereits heute auf dem Markt für energieunabhängige Gebäude zu positionieren. „Das Ganze fußt auf diesem Willen, große und kleine Gebäude so anzufassen und zu betrachten, dass sie möglichst viel von den 40 Prozent nicht brauchen, sondern selbst erzeugen und dann verwenden. Daran arbeiten wir weltweit“, sagt der diplomierte Wirtschaftsingenieur Hindrichs und beschreibt damit das Alleinstellungsmerkmal von Schüco.
Es gebe viele Stromerzeuger, aber eben keinen, der als übergreifender Spezialist mit seinen „einzigartigen Systemlösungen aus einer Hand“ Produkte anbietet, die nicht nur die Energieeffizienz steigern und Energie gewinnen, sondern der das auch geschickt mit „einem intelligenten Energiemanagement von Gebäuden“ verbindet. „Somit betrachten wir das Gebäude als Ganzes und nutzen dieses zur dezentralen Energiegewinnung“, ergänzt Tanja Brinks, die als Marketingdirektorin und Mitglied des Managementteams seit neun Jahren für Schüco tätig ist. Dass Schüco als führender Anbieter von Aluminium-, Solar- und Kunststoff-Systemen für innovative und energieeffiziente Gebäudehüllen damit nicht nur „green“, sondern auch „good business“ macht, beweisen die 22-prozentige Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr und der Gesamtumsatz von 2,38 Milliarden Euro im Jahr 2010. In seinen drei Geschäftsfeldern – Metallbau, Solar und Kunststoff – erzielt Schüco deutlich höhere Wachstumsraten als der Markt. Während der deutsche Aluminium-Fenster- und -Fassaden-Markt von 2009 auf 2010 um zwei Prozent stieg, konnte Schüco eine 8,3-prozentige Steigerung verbuchen; erhöhte sich der Umsatz des Kunststoff-Fenster-Marktes um sechs Prozent, so erzielte Schüco ein Umsatzwachstum von 16,5 Prozent. Im Solarmarkt lag Schüco mit 45 Prozent Wachstum fünf Prozentpunkte über der überaus positiven Marktentwicklung im Jahr 2010. Um zu begreifen, dass Schüco keine „abrupten Wechsel“, sondern vielmehr eine „evolutionäre Entwicklung“ der Marke betrieben hat und beständig vorantreibt, lohnt der Blick in die Historie.

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