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Im Übrigen wurde beklagt, dass den neuen Werbemöglichkeiten in den Fachmedien zuviel Raum eingeräumt würde. New Media also ein überschätztes Thema?
Online-Boom hat Substanz
Ein Blick in die USA wie auch bereits die nationale Entwicklung rückt das Bild freilich deutlich zurecht: Die mittlerweile als klassisch zu bezeichnende Internetwerbung wächst rasant und mit ihr auch die Segmente Suchwort-Vermarktung und Affiliate Marketing. Web 2.0 ist hierzulande zwar erst am Anfang, doch weitaus ernster zu nehmen, als es so Manchem lieb ist. Online ist längst kein Add-On mehr, das gebucht wird, wenn vom Mediabudget noch etwas übrig bleibt. Im Gegenteil: Auf reichweitenstarken Websites wurden ab Herbst 2006 gar die Werbeplätze knapp. Zudem wird der Webboom von zwei Seiten gestützt. Technisch durch die zunehmende Verbreitung von DSL-/Breitbandanschlüssen, medial durch den Einsatz der Internetwerbung nun auch für wirkliche Brandingkampagnen durch die Werbetreibenden selbst.
Entweder oder? Diese Frage stellt sich nicht
Namhafte Werbetreibende wie Procter & Gamble, Coca Cola, Mercedes & Co. denken schon lang nicht mehr in dem Schema on- oder offline. Sie erkennen Sinn und mit unter auch Unsinn von Nutzungsstudien, fordern zurecht den überfälligen Progress beim Thema Intermedia-Vergleich und beantworten die sinnlose Frage Klassik oder New Media längst durch ihr Buchungsverhalten mit einem klaren: Beides!
Und damit nicht genug. Nach Klassik pur, Crossmedia unter Einbezug des Webs, ist mittlerweile die nächste Evolutionsstufe der Media angebrochen: Community Marketing. Im dichter werdenden Mediadschungel heute noch andere Medien plump madig zu machen und ewig gestrig Alleinstellung zu proklamieren, ist wahrlich nicht mehr angezeigt. Werbetreibende suchen vielmehr medienübergreifend nach überzeugenden Lösungen und klaren Leistungsnachweisen, die ihre Mediainvestitionen besser absichern und den RoI steigern.
Markus Werner ist Inhaber der Beratung BRAIN.
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