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24.11.2009

Der Markt ist reif

Scheinbar unbemerkt ist ein Vakuum zwischen essenziellen Bedürfnissen entstanden, die bis dato nur unzureichend über entsprechende Produkte abgebildet werden. Diese Lücke kann durch innovative Produkte und Services geschlossen werden. Viele Konzept-Tests für neue Functional-Food-Produkte zeigen Kaufabsichtsraten, die sich jeder Marketeer für sein Produkt wünschen würde. Echte Innovationen sind gefragt, die nicht nur attraktive Margen bieten, sondern die Marken gleichzeitig attraktiv aufladen und aktualisieren. Mood-Food ist in diesem Zusammenhang eher ein wachsendes Volksbegehren, als nur ein Nischenkonzept. Der Deutsche Markt steht zwar noch am Anfang, nimmt aber stark an Bedeutung und Geschwindigkeit zu.

Innovations-Plattform

Prädestiniert für Mood-Food ist der gesamte Snack- und Süßwaren-Bereich, Soft-Drinks, sowie neue Fertiggericht-Konzepte aber auch neue Produkt-Bundles. Neue Zielgruppen lassen sich durch neue besonders relevante Versprechen gezielt erobern. Wer möchte nicht aus einem Tief herauskommen, den Ärger sprichwörtlich herunterspülen, oder etwas gegen akuten Stress tun. Verglichen mit einer herkömmlichen Line-Extension können Hersteller mit Mood-Food geradezu eine neue Währung für Lebensmittel beziehungsweise Getränke schaffen. Ein Beispiel: Wer konzentriert arbeitet oder Klausuren beziehungsweise mehrstündige Klassenarbeiten zu bestehen hat, wird künftig eher einen „Konzentrations-Drink“ kaufen, als in der Apotheke nach Aufputsch-Mitteln zu fragen.

Die Konzepte sind sehr unterschiedlich. Was zum Wohlfühlen beiträgt ist zum Beispiel das körpereigene Glückshormon Serotonin. Es dient dazu, uns Harmonie, Zufriedenheit und Entspannung zu vermitteln. Damit Serotonin ausreichend produziert wird, muss der Körper zuerst genügend Tryptophan aufnehmen. Dieser Eiweißbaustein kann vom Körper nicht selbst hergestellt werden, ist aber in vielen Lebensmitteln wie zum Beispiel Nüssen, Quark oder Käse enthalten. Darüber hinaus helfen psychoaktive Substanzen wie Kakao oder Hopfen. Ferner unterstützen Vitamine wie Niacin oder Pantothensäure das Wohlgefühl und die Konzentrationsfähigkeit. Möglichkeiten einer gesunden und unbedenklichen Herstellung von Mood-Food sind daher sehr vielschichtig. In naher Zukunft wird es neue Produktkategorien geben: Pausen-Riegel gegen Menstruationsbeschwerden werden Millionen Frauen die Tage erleichtern. Der Relax-Keks wird Herzinfarkt-gefährdeten und gestressten Managern die ersehnte Gelassenheit zwischendurch versprechen.

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